01.03.2018, 16 Uhr: Furcht einflößende Folterinstrumente auf seidig glänzenden und samtweichen Polstern

Zahlreiche Kissen mit darauf montierten Nachbildungen der Leidenswerkzeuge Christi werden heute noch im Dekanat Freudenstadt aufbewahrt. Früher wurden sie insbesondere bei den Karfreitagsprozessionen mitgeführt. Ihr Anblick gemahnte unmittelbar an das Leiden und Sterben Jesu Christi. Zugleich verweisen das Kreuz, die Nägel, Hammer, Zange und Geißel als Waffen – als Arma Christi – auf dessen Sieg über Sünde und Tod.

Dr. Iris Dostal-Melchinger,
Diözesanmuseum Rottenburg, Kunstinventarisierung

Dauer: ca. 45 Minuten
Eintritt: 3,50 €
Um Voranmeldung wird gebeten.

Eine Veranstaltung der Reihe „Kirchenkunst hautnah!“.

Kunst und Architektur sind beständige Zeugen der christlichen Lebenswelt. Sie spiegeln das religiöse Miteinander vergangener Jahrhunderte, bewahren längst vergangene Traditionen und prägen die kulturelle Vielfalt unserer Gegenwart. Auf dem Weg in die Moderne geht das Wissen um die Bedeutung einzelner Stücke oftmals verloren.

Die Kunstinventarisierung der Diö­zese Rottenburg-Stuttgart möchte dieses Erbe erhalten – aktuelle und scheinbar vergessene Kunstgegenstände wieder ins Bewusstsein rufen. Unsere Veranstaltungsreihe erzählt von Dachbodenfunden und Kirchenschätzen, die unsere tägliche Arbeit begleiten. Interessierte sind herzlich eingeladen!

Jahresflyer Kirchenkunst hautnah! 2018