02.04.2017, 15 Uhr: Die Zwiefaltener Stephanushand – Heilige und heilende Hände im Christentum

Die durch Jahrhunderte hochverehrte Reliquie der rechten Hand des heiligen Stephanus aus Zwiefalten gibt Anlass, die Bedeutung von Händen in der Bibel, im Glauben und in der Kunst genauer zu betrachten. Wir widmen uns Darstellungen von betenden, verkündenden und berührenden Händen in der Kunst vom Mittelalter bis zum Barock. Zugleich geht es um die Symbolsprache der Hände in Liturgie und Gebet: Eine kleine Kultur- und Kunstgeschichte der Hand.

Dr. Milan Wehnert, Diözesanmuseum Rottenburg

Dauer: ca. 60 Minuten
Eintritt: 5,– €
Eine Voranmeldung bis 2 Tage vor der Veranstaltung ist erforderlich.

Die beliebte Reihe „Auf Tuchfühlung! – Neue Perspektiven auf alte Kunst“ lädt 2017 zu Reisen und Aufbrüchen ein – vor denkbar weitem Horizont: Da geht es um heilige Schätze aus der griechischen Ostkirche des 5. bis 12. Jahrhunderts ebenso wie um den schöpferischen Wandel des Christusbildes im Abendland. Wir erkunden, was Bibel und Kunstwerke zum Thema Aufbruch und Neuanfang zu sagen haben – in unmittelbarem Gegenwartsbezug. Und wir wagen einen weiten Sprung – in das Alte Indien und zu seinen Kunstschätzen im Rietberg-Museum Zürich. Zu alledem laden wir Sie in das mittelalterliche Rottweil ein, erleben ein „berührendes“ Phänomen wie heilende und heilige Hände und erschließen uns die aussagekräftigen Rückseiten von Tafelbildern und Skulpturen.