03.11.2016, 19 Uhr: Goldblattkreuze – Zeichen des Glaubens im Frühmittelalter

Vortrag Sülchgauer Altertumsverein e.V. Rottenburg am Neckar

Referentin: Martina Terp-Schunter M.A.

Ort: Sülchgau-Museum in der Zehntscheuer

Das Goldblattkreuz innerhalb des Pektorale von Bischof Dr. Gebhard Fürst gehört zu einer der schönsten und interessantesten Objektgattungen des frühmittelalterlichen Beigabenspektrums. Die neue Untersuchung der 400 Exemplare nördlich wie südlich der Alpen erlaubt tiefgreifende Rückschlüsse auf deren rituelle Funktion während des frühmittelaterlichen Bestattungsablaufs. In der Phase eines noch nicht institutio-nalisierten Christentums des 6. bis 8. Jahrhunderts wurde mit Hilfe der Goldblattkreuze die gesamte Trauergemeinschaft unter das Zeichen des christlichen Glaubens gestellt. Aber warum finden wir sie nur bei Alamannen, Bajuwaren und Langobarden – nicht aber bei den Franken?

In Zusammenarbeit mit dem Diözesanmuseum Rottenburg

Martina Terp-Schunter M.A. hat an der Universität Tübingen mit der Arbeit „in signo crucis. Eine vergleichende Studie zu den alamannischen und langobardischen Goldblattkreuzen“ im April 2016 promoviert.