01.06.2014, 15 Uhr: Von tiefem Ernst und göttlicher Heiterkeit – Öffentliche Führung

Spielend_GlaubenSpielen als ein Grundbedürfnis des Menschen gehört zu unserer religiösen Praxis. In Liturgie und Festbräuchen, in der klösterlichen Lebenswelt und im kirchlichen Theater entwickelten sich verschiedene Formen des „geistlichen Spiels“. In der Zeit der Aufklärung teilweise verboten, hat sich mit Jesuskindfiguren, Palmeseln und Heilig-Grab-Kulissen dennoch eine reiche Sachkultur erhalten, der ein Teil der Ausstellung gewidmet ist.

„Religiöses Spiel“ im weiteren Sinn findet jedoch nicht nur im öffentlichen kirchlichen, sondern ebenso im privaten Raum statt. In Karten- und Brettspielen, in illusionistischen Laterna Magica-Bildern, in der Welt der Puppen und Zinnfiguren – überall zeigen sich Motive, welche die christlichen Glaubensinhalte »spielerisch« vermitteln. Diese bislang wenig bekannte Welt des religiös geprägten Spielzeugs wird durch ausgewählte Beispiele thematisiert.

Die Präsentation möchte damit die Vielfalt des religiösen Spiels in seinem „tiefen Ernst“ und in seiner „göttlichen Heiterkeit“ vor Augen führen.

Die Ausstellung erfolgt in Kooperation mit dem Stadtmuseum Tübingen, dessen Präsentation „Spielend glauben. Religionen im Kinderzimmer“ auch andere Weltreligionen einbezieht.
„Von tiefem Ernst und göttlicher Heiterkeit“, Zitat aus„Vom Geist der Liturgie“ (1917), Romano Guardini (1885 – 1968), katholischer Theologe.

Um Voranmeldung wird gebeten.

Kontakt: Tel.: (07472) 922-180 /-182, E-Mail: museum@bo.drs.de