18.03.2018, 15 Uhr: Maria: Der andere Anfang

Das Tor zum schönen Paradeis wird an Weihnachten wie an Ostern neu erschlossen. Was die Menschheit durch Eva verliert, wird ihr durch die Neu-Eva Maria wieder geschenkt: das jungfräulich-österlich neugeborene ewige Leben. So ist Maria der andere Anfang durch den, den sie mit der Verkündigung des Engels empfängt, gefeiert am 25. März, dem alten Datum der Tagundnachtgleiche als Anfang des Frühlings, des Jahres und der (neuen) Schöpfung.

Dr. Klaus Hälbig

Dauer: ca. 60 Minuten
Eintritt: 5,– €
Eine Voranmeldung bis 2 Tage vor der Veranstaltung ist erforderlich.

Die beliebte Reihe „Auf Tuchfühlung! – Neue Perspektiven auf alte Kunst“ lädt 2018 erneut zu Aufbruch und Vertiefung ein: Anhand der Meisterwerke des Diözesanmuseums lassen wir uns ein auf das Geheimnis des Kreuzes Christi und begegnen der Jungfrau Maria als dem „Anfang einer neuen Schöpfung“. Zugleich treten wir eine „virtuelle Marienpilgerfahrt“ an, die unsere Besucher auf Wegen des 16. Jahrhunderts nach Weggental, Rom und Loreto bis nach Mexiko – zur „Virgen de Guadalupe“ – führt. Eine weite Brücke schlägt auch Josef aus dem Alten Testament, dessen Spuren wir von Rottenburg bis nach Persien nachverfolgen. Zudem stehen zwei große Grundpfeiler der Kunst des Mittelalters im Mittelpunkt: Die Bildwelt der „Biblia pauperum“, die den Laien die Schätze des christlichen Glaubens näherbrachte, und das Stifterwesen, das mit Fragen von Memoria, Fegefeuer und Jenseitsfürsorge reiche Spuren im Kunsterbe hinterlassen hat. Kundige Einführungen in die anspruchsvolle Technik der Goldgrundarbeiten in mittelalterlichen Bildern und Statuen runden das Programm ab.