18.10.2015, 15 Uhr: Marienlob der Ostkirche – Ikonen und der Hymnos Akathistos

marienlob_2015Kunst und Musik – Bilder mit allen Sinnen erleben

Mystische Gesänge uralter Marienchöre und der erhabene Glanz russischer Ikonen – die Spiritualität der Ostkirche tritt eindrucksvoll aus zwei Kunstformen hervor, die wir im Diözesanmuseum erleben wollen: Der in deutscher Übersetzung und etwas gekürzt vorgetragene, im Original in griechischer Sprache verfasste Hymnos Akathistos wird seit 1200 Jahren in den Kirchen des byzantinischen Ostens gesungen. Er verzaubert durch seinen Lobpreis auf Maria Theotokos, die „Gottesgebärerin“ und „Unbesiegbare Heerführerin“. Einen Bogen von Byzanz bis ins „heilige Russland“ schlägt die wertvolle Marienikone aus dem 18. Jahrhundert, die sich im Besitz des Diözesanmuseums befindet. Diese sogenannte „Znamenie“ gibt uns Gelegenheit zu spannenden Erkundungen in der faszinierend fremdartigen Welt der Ikonenmalerei und der russischen Malermönche. Schon im alten Konstantinopel gehörten Musik und Bild sehr eng zusammen. Auch heute noch werden sie in der griechisch- und russisch-orthodoxen Kirche gemeinsam in den Dienst der Liturgie und der geistlichen Betrachtung gestellt. So wollen auch wir an diesem Nachmittag durch die sinnliche Begegnung mit beiden Kunstgattungen zu einem tieferen Verständnis dieser bewegenden Glaubenszeugnisse des christlichen Ostens vordringen – gerade im Rosenkranz-Monat Oktober …

Dr. Melanie Prange
Choralschola St. Moriz, Rottenburg, Leitung: KMD Anton Aicher

Dauer

ca. 60 Minuten, anschließend kleiner Apéro