21.01.2018, 15 Uhr: Weggental – Rom – Guadalupe, Marienfrömmigkeit im 16. Jahrhundert

Das Weggental ist seit 1521 ein Zentrum der Marienfrömmigkeit in Schwaben. Das Bildnis der schmerzhaften Gottesmutter für sich ist unscheinbar und doch eng verwandt mit einem weltbekannten Kunstwerk wie der Pietà des Michelangelo (1499) im Vatikan. Zugleich teilt es sich den Horizont mit den Marienerscheinungen von Guadalupe in Mexiko (1531). Auch in Europa zogen um diese Zeit immer mehr Gläubige zur Casa Santa nach Loreto und zur wundertätigen Marienikone Roms, der „Salus Populi Romani“. Welche Rolle spielen auf diesen Bahnen die Orden? Was macht die Gottesmutter gerade für Jesuiten und Karmeliten so wichtig? Einladung zu einer virtuellen Pilgerfahrt!

Dr. Milan Wehnert

Dauer: ca. 60 Minuten
Eintritt: 5,– €
Eine Voranmeldung bis 2 Tage vor der Veranstaltung ist erforderlich.

Die beliebte Reihe „Auf Tuchfühlung! – Neue Perspektiven auf alte Kunst“ lädt 2018 erneut zu Aufbruch und Vertiefung ein: Anhand der Meisterwerke des Diözesanmuseums lassen wir uns ein auf das Geheimnis des Kreuzes Christi und begegnen der Jungfrau Maria als dem „Anfang einer neuen Schöpfung“. Zugleich treten wir eine „virtuelle Marienpilgerfahrt“ an, die unsere Besucher auf Wegen des 16. Jahrhunderts nach Weggental, Rom und Loreto bis nach Mexiko – zur „Virgen de Guadalupe“ – führt. Eine weite Brücke schlägt auch Josef aus dem Alten Testament, dessen Spuren wir von Rottenburg bis nach Persien nachverfolgen. Zudem stehen zwei große Grundpfeiler der Kunst des Mittelalters im Mittelpunkt: Die Bildwelt der „Biblia pauperum“, die den Laien die Schätze des christlichen Glaubens näherbrachte, und das Stifterwesen, das mit Fragen von Memoria, Fegefeuer und Jenseitsfürsorge reiche Spuren im Kunsterbe hinterlassen hat. Kundige Einführungen in die anspruchsvolle Technik der Goldgrundarbeiten in mittelalterlichen Bildern und Statuen runden das Programm ab.