22.04.2018, 15 Uhr: Die jesuitische Entdeckung des Alten Indien – Christliche Grenzerfahrungen im 17. Jahrhundert

In Kooperation mit dem Geschichtsverein der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Dr. Milan Wehnert

1627 erschien in Augsburg der Himalaya-Bericht des Jesuiten Pater Andrade (1580–1634), der sich Hindu-Pilgern auf ihrer Wallfahrt zu entlegenen Heiligtümern angeschlossen hatte. Unter den Lesern: der junge Heinrich Roth (1620–1668) aus Dillingen, der später Priester und als Jesuit einer der größten Indienforscher seiner Zeit werden sollte. Mit einem Sanskrit-Lexikon und lateinischen Terminologien zur Metaphysik des Yoga versuchte er einen Brückenschlag zwischen dem geistigen Erbe zweier Welten. Die Inhalte, auf die er gestoßen war, sollten auf lange Sicht ein provozierender Partner christlicher Theologie werden.

Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Dialog der Welten“.