23.04.2017, 15 Uhr: Der letzte Ritter

Turniere, hohe Minne, Tapferkeit – kaum eine Gestalt ist so eng mit dem Glanz des Rittertums verbunden wie der Habsburgerkaiser Maximilian I. (1459–1519). Obwohl um ihn herum die Welt des mittelalterlichen Rittertums längst verblasste, beschwor er dessen scheidenden Glanz noch einmal machtvoll herauf. Später erhielt er den wehmütigen Beinamen „der letzte Ritter“. Besondere Verehrung zollte Maximilian  dem hl. Georg, der als Drachentöter seit der Zeit der Kreuzzüge den idealen miles christianus verkörperte.

Die Veranstaltung beleuchtet das schillernde Erbe dieser späten Blüte der Ritterzeit. Wir lauschen den lyrischen Klängen der Lautenmusik aus der Zeit Maximilians (u.a. von Luis de Narváez, Josquin Desprez, Ludwig Senfl, Pierre Attaingnant) und betrachten hochkarätige Kunstwerke, die aus diesem „Herbst des Mittelalters“ hervorgingen.

Musik: Thorsten Bleich (Laute), Daniel Schreiber (Tenor)

Kunsthistorische Betrachtung: Dr. Melanie Prange, Dr. Milan Wehnert

Dauer: ca. 60 Minuten
Eintritt: Um eine Spende für die Begleichung der Künstlerhonorare wird gebeten (Mindestpende 2,– €).

Eine Veranstaltung aus der Reihe „Kunst und Musik“.

Auch 2017 wollen wir Kunst mit allen Sinnen erleben und laden Sie ein, den Reichtum europäischer Kunst- und Musik-Welten zu entdecken. Wieder präsentieren hochkarätige Solisten und Ensembles Musik aus allen Epochen – im Dialog mit Kunstwerken und kunsthistorischen Erläuterungen: Wir erkunden die klösterliche Gregorianik um 1100 und moderne Improvisationen, das höfisch-ritterliche Mittelalter und lassen uns vom frommen Glaubenseifer des Reformationsjahrhunderts bewegen. Wir laden zu einer faszinierenden Verschmelzung von Klang und Bild ein.