17.10.2019, 16 Uhr: Sinnbilder der Vergänglichkeit – Von Totentanz und Vater Zeit

Vortrag

Kaum ein anderes Motiv berührt den Menschen so nachhaltig wie das Erkennen der eigenen Sterblichkeit, der Vergänglichkeit aller Dinge. Seit der Antike befassen sich Dichter und Philosophen, Künstler und Musiker mit der Inszenierung dieses Leitgedankens, der so genannten Vanitas. Insbesondere die Kunst setzt das Thema auf eindringliche und oftmals drastische Weise in Szene: Tugend und Laster, Diesseits- und Jenseitsvorstellungen, Ängste und Gesellschaftskritik fließen hier in komplexen Bildprogrammen zusammen. Als Memento Mori rufen sie die stete Präsenz des Todes in Erinnerung, spiegeln die Nichtigkeit weltlicher Güter und gemahnen an ein gottgefälliges Leben. Ausgehend von Dachboden- und Kellerfunden aus Rottenburg und Bierlingen tauchen wir ein in die vielgestaltige Welt der Vanitasbilder und -symbole.

Referentin: Christine Bozler-Kießling M.A. (Diözesanmuseum Rottenburg, Kunstinventarisierung)

Dauer: ca. 60 Minuten
Eintritt: 5,– € pro Person (Kinder bis 12 Jahre frei)

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Kunst und Architektur sind beständige Zeugen der christlichen Lebenswelt. Sie spiegeln das religiöse Miteinander vergangener Jahrhunderte, bewahren längst vergangene Traditionen und prägen die kulturelle Vielfalt unserer Gegenwart. Auf dem Weg in die Moderne ging das Wissen um die Bedeu­tung einzelner Stücke oftmals verloren. 

Die Kunstinventarisierung der Diözese Rottenburg-Stuttgart möchte dieses Erbe erhalten – aktuelle und scheinbar vergessene Kunstgegenstände wieder ins Bewusstsein rufen. Unsere Veranstaltungsreihe „Kirchenkunst hautnah!“ erzählt von Dachbodenfunden und Kirchenschätzen, die unsere tägliche Arbeit begleiten. 

Interessierte sind herzlich eingeladen!

Kirchenkunst hautnah! 2019
Jahresprogramm 2019