Reichenauer Künstler:innentagung 2025
Programm
Body and Soul
Einladung zur Teilnahme am Kunstwettbewerb des Kunstvereins der Diözese Rottenburg-Stuttgart e.V.
Im Rahmen der „Reichenauer Künstler:innentagung 2025“ vom 10. bis 12. Oktober 2025 im Kloster Schöntal lädt der Kunstverein der Diözese Rottenburg-Stuttgart Künstler:innen herzlich ein, am Kunstwettbewerb zum Thema „Body and Soul“ teilzunehmen.
Der Körper ist Gedächtnisort, an dem sich Erfahrungshorizonte der Gesellschaft in ihren unterschiedlichen historischen und kulturellen Ausprägungen einschreiben. Am Körper werden gesellschaftlich geprägte Wertesysteme und Erinnerungspraktiken sowie individuelle Erlebnisse sichtbar – er ist Speicher und Überträger kulturellen Wissens und sozialer sowie persönlicher Identität(en). Gerade das gestalterische Entwerfen und Formen des eigenen Körpers gehört zu den zentralen Kommunikationsmitteln unserer Gegenwart: Durch die Verhüllung oder Zurschaustellung wird am Körper ein Selbstbild entwickelt, soziale Zuschreibungen zurückgewiesen oder angenommen. Der Körper – sei es der physischer Körper oder sein reproduziertes Abbild – ist also Medium und Ausdrucksträger, der auch in christlichen Bildkulturen eine konstituierende Rolle spielt.
„Die zentralen Ereignisse des Christlichen ereignen sich nicht auf Pergament und Papier, sondern auf dem menschlichen Leib aus Fleisch und Blut. Die zentralen Daten des Christentums sind elementare Körperereignisse und heißen Inkarnation, Passion und Resurrektion; und künden vom Vollzug des Heils im Fleisch und vom Heilwerden des Fleisches. […] Im Christentum kommt es auf den Leib an.“
– Elke Pahud de Mortanges.
Vor dem Hintergrund sozialwissenschaftlicher, theologischer und kunstgeschichtlicher Fragestellungen sollen die Reichenauer Künstler:innentage 2025 einen interdisziplinären Beitrag zum Körperdiskurs der Gegenwart leisten.
Die Bildende Kunst ist der Grundpfeiler dieser Kulturveranstaltung.
Wir freuen uns über Beiträge, die das Thema „Body and Soul“ aufgreifen und ermutigen alle Teilnehmer:innen, ihre persönliche Perspektive in ihrer individuellen Stilrichtung zum Ausdruck zu bringen. Der Wettbewerb bietet Künstler:innen die Möglichkeit, ihr Werk in den weitläufigen Räumlichkeiten des Klosters Schöntal über einen Zeitraum von sechs Wochen zu präsentieren. Die prämierten Arbeiten dienen auch als Diskussionsgrundlage und Reflexionsfläche des Tagungsthemas. Die Künstler:innen profitieren von einer großen öffentlichen Sichtbarkeit in dieser inspirierenden Umgebung zwischen Kunstbetrachtung, Gespräch und Musik.
Wir freuen uns auf Ihre kreativen Visionen!
Falls Sie Fragen haben oder zusätzliche Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte an:
Dr. Melanie Prange
Diözesanmuseum Rottenburg
Karmeliterstraße 9
72108 Rottenburg am Neckar
Telefon: +49 (0) 7472 922-181
Email: kunstverein@drs.de
Tanz- und Musikperformance inmitten der Baustelle
Im leergeräumten Ausstellungsraum des Diözesanmuseums tanzten Martina Gunkel und Yahi Nestor Gahe zur Musik des Dähn-Netz-Settelmeyer-Trios.
Hier einige Impressionen:
Live-Performance
Mit:
Martina Gunkel – Tanz
Yahi Nestor Gahe – Tanz
Friedemann Dähn – Cello
Carsten Netz – Saxophon, Flöte, Klarinette
Bernd Settelmeyer – Schlagzeug
Im Himmelreich des Barock
Die barocken Putti, die sich in jeder oberschwäbischen Kirche oder Kapelle beschwingttummeln sind allgemein bekannt und beliebt. Doch wie verhält es sich mit den kostbar bekleideten Gebeinen der vielen Katakombenheiligen? Die Menschen des Barock hatten Leben und Tod, irdisches Dasein und himmlisches Jenseits immer vor Augen.
Eine Exkursion zu bekannteren und weniger bekannten Kirchen und Kapellen in Oberschwaben will dem in lockerer Atmosphäre nachgehen. Carpe diem, den Tag nutzen! Die Fahrt führt nach: Gutenzell zur ehemaligen Klosterkirche St. Cosmas und Damian, nach Rot an der Rot in die ehemalige Bruderschaftskirche St. Johann, nach Illerbachen zur Kapelle zur schmerzhaften Muttergottes und nach Berkheim-Bonlanden zur Hl. Kreuz-Kapelle.
Die Mittagspause ist in Rot an der Rot geplant. Dort besteht auch die Möglichkeit im Tagungshaus St. Norbert ein Mittagessen einzunehmen. (Falls gewünscht bei der Buchung bitte mitbuchen.)
Exkursionsleitung: Dr. Iris Dostal-Melchinger
Termin: 14.05.2025, 8.00 Uhr – 19.30 Uhr
Abfahrts- und Ankunftsort: Eugen-Bolz-Platz (Busbahnhof), 72108 Rottenburg a. N.
Kosten: 45,00 Euro Exkursion, Mittagessen (optional) 12,50 Euro

Ein Blick hinter den Bauzaun
Sägen, Hämmern, Flexen, Kabel verlegen, Schutt entfernen – so sieht derzeit der Arbeitsalltag in der Karmeliterstraße 9 aus. Die Sanierung des Museums schreitet schnell voran.
Was ist die größte Herausforderung auf der Baustelle? Unser Architekt, Olaf Kiel, gibt in diesem kurzen Video seine Einschätzung zu den Schwierigkeiten und dem Zeitplan des Umbaus.
Projekt Zukunft für die Klöster
Zum Abschluss unserer Erlebniswoche KLOSTERLEBEN laden wir Sie herzlich zum Podiumsgespräch zum Thema Projekt Zukunft für die Klöster am Sonntag, 23. Juni 2024 um 15 Uhr ein.
Als Begegnungsorte von Glauben, Kunst und Wissenschaft waren Klöster über lange Zeit wichtige Impulsgeber für gesellschaftliche und spirituelle Erneuerungen. Heute befinden sich viele Orden in einem Transformationsprozess: Die Zahl der Klostereintritte geht zurück, viele Konvente müssen ihre angestammten Sitze aufgeben oder gar ihre Pforten schließen. Doch viele religiöse Gemeinschaften sehen in dieser Umbruchszeit auch eine Chance für einen Neubeginn. Welche neuen, bisher ungewohnten Wege ergeben sich für die Klöster? Im Gespräch mit Vertreter:innen unterschiedlicher Orden fragen wir danach, welche Rolle Klöster heute spielen und zukünftig spielen können.
Mit Generaloberin Schwester Maria Hanna Löhlein (Franziskanerinnen von Reute), Pater Alfred Tönnis OMI (Seelsorgeeinheit Bussen), Ulrike Rose und Sr. Josefa Thusbaß (Vorstand Zukunft Kulturraum Kloster e.V.)
Moderation: Dr. Melanie Prange (Leitung Diözesanmuseum)
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Gefährliche Bildwerke?!
Impulse zur Vermittlung von Kunstwerken mit diskriminierendem Potential
Bilder mit potentiell diskriminierenden Inhalten finden sich auch im kirchlichen Kontext. Gehören sie aus dem Sichtfeld verbannt - oder sorgsam vermittelt? Wie ist die Qualifizierung ‚diskriminierend‘ zu verstehen? Welche Ansätze methodischer wie sprachlicher Art passen? Und was bedeutet das für die inhaltliche Auseinandersetzung? Begleitend werden auf der Lernplattform Materialien zur Vorbereitung zur Verfügung gestellt. An zwei Bildtypen geht es um aktuelle Diskussionsbeispiele (Missionssammeldosen und die Darstellung der Drei Heiligen Könige).
Datum: Samstag, 4. Mai 2024, 9:30 bis 16:30 Uhr
Ort: Diözesanmuseum Rottenburg Karmeliterstraße 9, D – 72108 Rottenburg am Neckar,
Verantwortliche: Reinhard L. Auer, Dr.in Iris Dostal- Melchinger, Dr.in Nadine Niester, Christoph Schmitt
Anmeldung bitte direkt über das EJW www.ejw-bildung.de, ID FT16630324
Inmitten der Baustelle
Tanz- und Musikperformance mit Martina Gunkel und Yahi Nestor Gahe und dem Dähn Netz Settelmeyer Trio.
Der leere Raum des Museums, das gerade renoviert wird, dient als Inspiration für Klang und Bewegung, für Erneuerung und Heilung. Die Kompositionen des Trios bewegen sich im Spannungsfeld zwischen spirituellem Jazz und extatischer Klangskulptur und bilden den Klangraum für das Tänzerpaar, das einzeln und im Duett das leere Museum als Bühne mit Tanz und Bewegung füllen wird.
Mit:
Martina Gunkel – Tanz
Yahi Nestor Gahe – Tanz
Friedemann Dähn – Cello
Carsten Netz – Saxophon, Flöte, Klarinette
Bernd Settelmeyer – Schlagzeug
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung ist erforderlich.
Bitte beachten Sie, dass der Zugang zur Zeit NICHT barrierefrei ist und dass es auf der Baustelle sehr kalt ist. Bitte ziehen Sie sich warm an!
Keine Angst vor der weißen Wand
Im Herzen der Altstadt Rottenburgs entsteht eine Großbaustelle: Das Diözesanmuseum, seit 1996 im ehemaligen Karmeliterkloster am Neckar untergebracht, wird umfassend umgebaut. Nach fast 30 Jahren intensiven Kulturbetriebs und einer Vielzahl an Ausstellungen zur historischen und zeitgenössischen Kunst werden sowohl das Foyer als auch die Museumsräume saniert und modernisiert. Ziel ist es, die größtmögliche Flexibilität bei der Präsentation von Kunstwerken zu gewährleisten und den zeitgemäßen Anforderungen an Sicherheit sowie Barrierefreiheit gerecht zu werden. Ebenso wird der Eingangsbereich mit Kasse, Garderobe und kleinem Museumsshop neu gestaltet, um Besucher:innen zum Verweilen einzuladen – auch ohne einen Ausstellungsbesuch. Die geplanten Veränderungen umfassen nicht nur bauliche Maßnahmen, sondern auch eine inhaltliche Neuausrichtung des Rundgangs durch die Schausammlung.
In den letzten Wochen haben Restaurator:innen mit viel Sorgfalt mittelalterliche Skulpturen, Tafelgemälde, barocke Goldschmiedeobjekte und zeitgenössische Kunstwerke aus den Ausstellungsräumen entfernt und in ein temporäres Depot transportiert. Der offizielle Baubeginn für die Umbauarbeiten ist dann für Anfang November 2024 geplant. Das Projekt wird voraussichtlich ein ganzes Jahr in Anspruch nehmen und erhält eine großzügige Unterstützung durch eine private Spende. Neu eröffnen wird das Museum voraussichtlich im Herbst 2025.









