Die Umbrüche in der Kirche verändern nicht nur die Pastoral im weiten Umfang. Mit diesen Veränderungen geht einher, dass zunehmend liturgische Orte aufgegeben werden und ‚plötzlich‘ sakrale Ausstattungsobjekte vor den Türen der diözesanen Depots stehen. Zwar hat auch die Vergangenheit immer wieder dazu geführt, dass Kirchengemeinden „etwas abzugeben hatten“. Die potentielle Fülle erwartbarer „Abgaben“ stellt die Diözesen nun jedoch zunehmend vor die Frage, was bewahrt wird, welchen Kriterien die Aufbewahrung und Sammlung folgt und wie sich vermitteln lässt, was mit den Gegenständen geschieht, die nicht deponiert werden können. Die Verantwortlichen der Diözese Rottenburg-Stuttgart stellen sich dieser Diskussion. Sie tun es gemeinsam mit dem Kunstverein der Diözese Rottenburg-Stuttgart und der Gesellschaft christlicher Künstler und Künstlerinnen Freiburg, da beide sowohl um das Verständnis für alte und moderne Kunst als auch um die zeitgenössische Kunst im kirchlichen Raum mit ihren Möglichkeiten Sorge tragen. Impulse zum Thema werden geben: der Tübinger Lehrstuhlinhaber für Liturgie Prof. Dr. Stefan Winter, Kunstbeauftragte anderer Diözesen und Künstlerinnen und Künstler, die durch ihre Aktionen gegenwärtig dazu beitragen, dass Kunst in Kirchenräumen bleibt und diese hierdurch eine Stärkung erfahren. Eingeladen zum Wahrnehmen und Diskutieren sind die Mitglieder der beiden Vereine sowie insbesondere Interessenten aus den Kirchengemeinden, die von der Thematik berührt sind oder sich mit ihr konfrontiert sehen. Um sicherzustellen, dass die Tagung auch bei eventuell wieder steigenden Inzidenzen stattfinden wird,  findet sie digital statt. Dieses Format lässt darüber hinaus eine breitere Beteiligung zu.

 

Donnerstag, 14.10.2021 (19:30 bis 21:00 Uhr)

Abendvortrag

Ab 19:00 Login

19:30 Begrüßung
Martin R. Handschuh

19:45 Im Wandel(n). Wie sich Kirchenausstattung verändern muss, weil Liturgie Begegnung ist
Prof. Dr. Stephan Winter

20:30 Reflexion und Diskussion

21:00 Ende

 

Freitag, 15.10.2021 (9:00 bis 12:30 Uhr)

Sektion 1:
Ausgelagert und gesammelt : Charakteristika und Aufgaben diözesaner Depots

ab 8:30 Login

9:00 Begrüßung
Martin R. Handschuh

9:10 Impuls
Weihbischof Dr. Gerhard Schneider

9:20 Kurzfilm: Das Depot der Diözese in Obermarchtal – ein Einblick

9:30 Bildersturm – liturgische Verkümmerung – Profanierungen am Horizont. Die Ursprünge des Depots in Obermarchtal
Dr. Thomas Schwieren

Geweiht. Bewahrt. Vergessen? Aufgaben, Konzepte und Chancen des Diözesandepots im 21. Jahrhundert
Dr. Melanie Prange

10:15 Pause

10:30 Von Lichtmesskerzen bis Lüpertz
Dr. Maria Baumann

11:00 Was wollen wir erhalten. Zwischen Not und Überlieferung
Dr. Anna Pawlik

11:30 Diskussion

12:30 Mittagspause

Freitag, 15.10.2021 (14:00 bis 16:30 Uhr)

Sektion 2:
Umgangsformen mit Kunst im Heute, damit Kunst dableibt und (Kirchen-)Räume gestärkt werden

14:00 Dauerhaft flüchtig.
Medienkunst für den sakralen Raum
Karen Irmer

14:30 Teilhabe und Zwiegespräch
Die Zuhörerin und andere Projekt
Sara Opic

15:00   Pause

15:15 Inszenierung und Digitaler Raum
Philipp Contag-Lada

15:45 Diskussion

16:15 Ausblick, Dank, Hinweise und Verabschiedung

16:30 Ende der Tagung

Anmeldung über

Erzdiözese Freiburg
Bildungszentrum Singen
Zelglestr. 4
78224 Singen
07731 982590
info@bildungszentrum-singen.de
https://bildungszentrum-singen.de/

 

Organisatorisches

Für die Teilnahme an der digitalen Jahrestagung „Reichenauer Künstlertage“ 2021 benötigen Sie einen Internetzugang, am besten über einen PC oder Laptop, eingebauter oder externer Kamera und Mikrofon bzw. Headset. Erfahrungsgemäß ist die Teilnahme mit einer LAN-Verbindung am stabilsten, bei der WLAN-Verbindung achten Sie bitte auch eine gute Datenverbindung.

Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie in der Woche der Tagung die Zugangslinks und -codes auf die Emailadresse, mit der Sie sich angemeldet haben.

 

 

Teilnahmegebühr

Für die Teilnahme an der Tagung erbitten wir von den Teilnehmenden den Betrag von 35,00 €; diese wird durch das Bildungszentrum Singen eingezogen.

 

 

Programmflyer