{"id":1101,"date":"2020-10-18T15:49:19","date_gmt":"2020-10-18T15:49:19","guid":{"rendered":"https:\/\/dmr.datema.de\/?p=1101"},"modified":"2020-12-21T13:37:15","modified_gmt":"2020-12-21T13:37:15","slug":"in-unserer-erde-grabfunde-des-fruehen-mittelalters","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dioezesanmuseum-rottenburg.de\/en\/in-unserer-erde-grabfunde-des-fruehen-mittelalters\/","title":{"rendered":"In unserer Erde. Grabfunde des fr\u00fchen Mittelalters"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column width=&#8221;1\/1&#8243;][vc_column_text]Unter dem Titel &#8220;In unserer Erde. Grabfunde des fr\u00fchen Mittelalters&#8221; pr\u00e4sentiert das Di\u00f6zesanmuseum in Rottenburg seit dem 18. Oktober 2020 einzigartige Kunst- und Gebrauchsgegenst\u00e4nde aus der Zeit zwischen dem 5. und 7. Jahrhundert. \u201eMit teils bislang der \u00d6ffentlichkeit nicht vorgestellten Objekten zeigen wir den Besucherinnen und Besuchern die Vielfalt an kulturellen Identit\u00e4ten dieser Epoche\u201c, sagt Museumsleiterin Dr. Melanie Prange.<\/p>\n<p>Die Jahresausstellung vereint Fundst\u00fccke aus den reichhaltig und oft vollst\u00e4ndig erhalten gebliebenen S\u00fclchen-Gr\u00e4bern bei Rottenburg sowie Exponate der arch\u00e4ologischen Sammlungen des Landes Baden-W\u00fcrttemberg. Am \u00dcbergang zum Christentum steht das Fr\u00fchmittelalter dabei als Epoche des Wandels, die von Mobilit\u00e4t, Austausch sowie der Vernetzung unterschiedlicher Kultur- und Glaubensr\u00e4umen gepr\u00e4gt war. Die Ausstellungsbesucher k\u00f6nnen sich so auf byzantinische Schmuckobjekte, burgundische Fibeln, langobardisch gepr\u00e4gte Goldblattkreuze oder auch auf Bernsteinfunde aus Nordeuropa freuen.<\/p>\n<p>Die mit \u00e4ltesten ausgestellten Zeugnisse christlichen Lebens im S\u00fcdwesten stammen aus den Grabungen bei der S\u00fclchenkirche, ein im s\u00fcddeutschen Raum einzigartiger Platz, der seit dem 6. Jahrhundert ununterbrochen als Bestattungsort genutzt wird und auf dem Arch\u00e4ologen bislang rund 300 Gr\u00e4ber fanden, von denen etwa 80 auf das fr\u00fche Mittelalter datieren. Zu sehen gibt es im Di\u00f6zesanmuseum aber auch andere einzigartige Kostbarkeiten wie die Beigaben des sogenannten \u201eSchwenninger Frauengrabs\u201c aus dem fr\u00fchen 6. Jahrhundert.<\/p>\n<p>\u201eDie zum Teil singul\u00e4ren Artefakte f\u00fchren uns vor Augen, dass unsere Vergangenheit immer noch unbekannte Seiten hat. Immer wieder gibt die Erde Sch\u00e4tze preis, die neue Blicke auf uns scheinbar bekannte Epochen erm\u00f6glichen\u201c, fasst Museumsleiterin Dr. Prange zusammen. Anhand des Gr\u00e4berfelds in S\u00fclchen und der ebenfalls dort entdeckten drei Vorg\u00e4ngerbauten der heutigen S\u00fclchenkirche wird zum Beispiel deutlich, dass die Siedlung vom Fr\u00fchmittelalter bis mindestens in die Zeit der Ottonik eine zivilisatorische Bedeutung f\u00fcr das Umland besessen haben muss. Viele S\u00fclchener Grabbeigaben zeigen dabei fr\u00e4nkische oder burgundische Einfl\u00fcsse, so etwa eine Zierscheibe aus einem M\u00e4dchengrab (Mitte 6. Jh.), die in dieser Form in Nordostfrankreich in Mode war. Die Waffenausstattung der M\u00e4nnergr\u00e4ber ist in S\u00fclchen im Vergleich zu anderen Orten der n\u00e4heren Umgebung reduziert, weswegen die Siedlung als administratives Zentrum unter fr\u00e4nkischer Herrschaft interpretiert wird. Unter den wenigen Waffen, die gefunden wurden, befinden sich jedoch arch\u00e4ologische Highlights z. B. ein Kurzschwert, dessen au\u00dfergew\u00f6hnlich gut erhaltene Lederscheide zeigt, wie aufwendig Gebrauchsgegenst\u00e4nde gestaltet und verziert wurden.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonderausstellung im Di\u00f6zesanmuseum pr\u00e4sentiert neue Erkenntnisse zu S\u00fclchen (18. Oktober 2020 \u2013 4. Juli 2021)<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":129,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[55,42],"tags":[],"class_list":["post-1101","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-dioezesanmuseum","category-suelchenkirche"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dioezesanmuseum-rottenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1101","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dioezesanmuseum-rottenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dioezesanmuseum-rottenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dioezesanmuseum-rottenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dioezesanmuseum-rottenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1101"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/dioezesanmuseum-rottenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1101\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dioezesanmuseum-rottenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/129"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dioezesanmuseum-rottenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1101"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dioezesanmuseum-rottenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1101"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dioezesanmuseum-rottenburg.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1101"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}