Corona-Verordnung

Aufgrund der Corona-Verordnung der Landesregierung Baden-Württembergs ist das Diözesanmuseum bis auf Weiteres geschlossen, auch alle angesetzten Veranstaltungen entfallen aktuell. Ebenso sind die Sülchenkirche und die Ausstellung »To know a form you have to work it« im Hirscherhaus zur Zeit nicht zugänglich.

Regelungen für den Besuch

Im gesamten Museum gelten die üblichen Hygieneregeln und das Abstandsgebot von mindestens 1,5 Metern. Die Wegeleitung durch die Ausstellung erfolgt im Einbahnstraßen-System. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist in allen Bereichen verpflichtend.

Vorwort zu unserem Jahresprogramm 2021

das Jahr 2020 hat uns vor neue, große Herausforderungen gestellt. Direkt nach dem Ende der so publikumswirksamen und erfolgreichen Ausstellung »Biblia Sacra. Der unbekannte Dalí« ereilte uns der Corona-Lockdown. Das Museum – gerade noch voller Menschen, voller Begegnungen und Gespräche – musste seine Türen für zwei Monate schließen. Mit großer Vorfreude auf die kommenden Projekte konnten wir unser Haus Mitte Mai 2020 wieder für Sie öffnen – jedoch mit völlig neuen Anforderungen. Seitdem müssen wir auf aktuelle Ereignisse – wie den zweiten Lockdown – sehr spontan reagieren, Programme kurzfristig absagen oder verschieben und alltägliche Abläufe im Museum immer wieder neu überdenken.

Wir freuen uns sehr, dass Sie uns auch in diesen schwierigen Zeiten die Treue gehalten haben und weiterhin Interesse an unseren Aktivitäten zeigen. Dies verdeutlicht, wie wichtig kulturelles Leben und die damit verbundenen sozialen Kontakte auch in Krisenzeiten sind – selbst wenn es zweifellos hohe Flexibilität und Anstrengung erfordert.

Da uns unsere Kunst sehr am Herzen liegt, haben wir die Zeit der Schließung intensiv genutzt. Sammlungsbezogen konnten wir eine Neuordnung unseres Depots durchführen und die konservatorische Verwahrung unserer Objekte deutlich verbessern. Auch unsere Homepage erfuhr ein Makeover und zeigt sich nun grafisch wie inhaltlich im neuen Design. Begleitend wurden die Räumlichkeiten und Hauptwerke des Museums sowie der Zweigstelle Sülchenkirche in einem 3D-Rundgang zugänglich gemacht.

Dennoch möchte ich Sie natürlich herzlich dazu einladen, die Angebote im Diözesanmuseum im Jahr 2021 auch wieder in persona wahrzunehmen. Unser Programm bietet Ihnen wieder ein breites Spektrum. So sind zwei unserer 2020 eröffneten Ausstellungen auch noch im neuen Jahr zu sehen: Die Präsentation »To Know A Form, You Have To Work It« mit Gemälden und Grafiken des Künstlers Frederick D. Bunsen im Hirscherhaus Rottenburg bis 29.06.2021, die Ausstellung »In unserer Erde. Grabfunde des frühen Mittelalters im Südwesten« bis 04.07.2021. Als neues Ausstellungsprojekt wird im nächsten Jahr die bereits für 2020 geplante und aufgrund von Corona abgesagte Ausstellung „Materials Reloaded“ (Oktober bis Dezember 2021) mit Werken des Künstlers Harald Fuchs eröffnet.

Wir hoffen darüber hinaus sehr, den in Kooperation mit dem Diözesanarchiv Rottenburg konzipierten Gedenkort für Bischof Joannes Baptista Sproll 2021 als weitere Zweigstelle des Diözesanmuseums eröffnen zu können. Auch dessen Einweihung konnte aus Pandemiegründen nicht wie geplant erfolgen.

Mit unseren Veranstaltungen gehen wir auf aktuelle Ereignisse des Jahres 2021 ein. So gedenken wir „1700 Jahre jüdischen Lebens in Deutschland“ durch einen Vortrag von Prof. Dr. Stefan Schreiner (Seniorprofessor für Religionswissenschaft und Judaistik an der Eberhard Karls Universität Tübingen). An die Gründung des Bistums Rottenburg erinnern wir durch einen Vortrag zur Neuumschreibung der katholischen Diözesen in Deutschland nach dem Wiener Kongress im Jahr 1821.

Darüber hinaus finden zahlreiche weitere Führungen und Vorträge in unseren Veranstaltungsreihen statt, die häufig ausgehend von unserer Sammlung und den Kunstwerken in der Diözese Rottenburg-Stuttgart historische, religiöse und kulturelle Fragen behandeln.

In unseren etablierten Veranstaltungsreihen wird es die ein oder andere Neuerung geben. So bietet das museumspädagogische Programm »Museum macht Aha!« neben Führungen zur mittelalterlichen Kunst und Geschichte auch Einblicke in die Arbeit eines Museums. Kunstaktionen, Workshops und Musik werden das Programm jährlich wechselnd begleiten. Es wird viel Raum für Fragen, neue Ideen und Kreativität geben. Von der Idee zur Praxis geht es in unserer neuen KunstGasse. Zwischen Karmeliterstraße und Seminargasse – mit Zugang direkt neben der Theo-Buchhandlung – darf ab sofort selbst gemalt, gebastelt und gestaltet werden. Auf diese gemeinsame Erfahrung freuen wir uns sehr!

Ein neues Konzept verfolgt auch die Reihe »AbendOasen am Montag – Afterwork. Spirituell. Künstlerisch« (Leitung: Dr. Daniela Blum, Diözesanmuseum Rottenburg, und Ulrike Mayer-Klaus, Ausbildung pastorale Berufe). Sie verbindet Alltagserfahrung, Kunsterleben und geistliche Impulse in gelassener Atmosphäre – eine Abendstunde mit besonderer Qualität. Musikalisch werden die (Abend)Oasen von kleinen Musikensembles umrahmt.

Gerade die Musik hat in den letzten Jahren bei uns eine wichtige Rolle bei der Vermittlung künstlerischer Inhalte gespielt. Freuen Sie sich auch in diesem Jahr auf Konzerte unterschiedlichster Art.

Zuletzt sei noch auf das Führungsangebot in unserer Zweigstelle in der Sülchenkirche verwiesen, das die zivilisatorische Bedeutung der frühmittelalterlichen Siedlung Sülchen immer wieder neu bewusst macht.

Liebe Besucherinnen und Besucher, wir möchten Ihnen mit unserem Jahresprogramm wieder eine Freude bereiten und hoffen sehr, dass wir uns auch oder gerade in diesen ungewissen Zeiten bei der ein oder anderen Gelegenheit sehen werden.

Ihr Zuspruch ist für unser Tun der größte Lohn!

Für das Museumsteam, Ihre Dr. Melanie Prange, Leiterin des Diözesanmuseums Rottenburg, Diözesankonservatorin