Corona-Verordnung

Aufgrund der Corona-Verordnung der Landesregierung Baden-Württembergs ist das Diözesanmuseum bis auf Weiteres geschlossen, auch alle angesetzten Veranstaltungen entfallen aktuell. Ebenso sind die Sülchenkirche und die Ausstellung »To know a form you have to work it« im Hirscherhaus zur Zeit nicht zugänglich.

Regelungen für den Besuch

Im gesamten Museum gelten die üblichen Hygieneregeln und das Abstandsgebot von mindestens 1,5 Metern. Die Wegeleitung durch die Ausstellung erfolgt im Einbahnstraßen-System. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist in allen Bereichen verpflichtend.

Neue digitale Angebote des Diözesanmuseums

Im Zuge des andauernden Lockdowns können zahlreiche Vorträge und Führungen des Diözesanmuseums derzeit nicht als Präsenzveranstaltungen stattfinden. Das Museum bietet daher neue Online-Formate an.

Mit einem Online-Vortrag über Goldblattkreuze als Glaubenszeichen eröffnet Dr. Martina Terp-Schunter am 7. März 2021, um 15 Uhr, die Reihe. Auf die verschiedenen Glaubensvorstellungen im 6. und 7. Jahrhundert geht Terp-Schunter in einem weiteren Beitrag ein. Im Vortrag von PD Dr. Lukas Werther wird es um die Entwicklung von Landschaft, Landwirtschaft und Ernährung im Frühmittelalter gehen. Über die Siedlung Sülchen, deren frühe Kirche und deren Entwicklung spricht schließlich Dr. Beate Schmid.

Auch die von der Sonderausstellung unabhängigen Veranstaltungen des Museums werden in den kommenden Wochen online zugänglich gemacht. So etwa der Inhalt des Vortrags „Bürde oder Bereicherung? Zum Umgang mit kirchlichem Kunsterbe“ von Dr. Melanie Prange in einem Kapellengespräch.

Kurze Beiträge zu Kunstwerken in der Sülchenkirche werfen Schlaglichter auf die lange Geschichte des altehrwürdigen Ortes.

Das Museum öffnet damit digital seine Türen und erlaubt vielseitige Einblicke auf aktuelle Fragen und neue Forschungen.

Bitte informieren Sie sich tagesaktuell auf der Homepage des Museums.

 

Referenten / Themen:

Dr. Martina Terp-Schunter (Leiterin der vhs Mühlacker und der Museen der Stadt Mühlacker)
„Goldblattkreuze – Zeichen des Glaubens und einer ‚frühmittelalterlichen Globalisierung‘“
Goldblattkreuze des 6. bis 8. Jahrhunderts stellen eine interessante Fundgattung dar. Die Kreuze wurden aus dünner Goldfolie eigens für die Bestattung angefertigt. Aufgenäht auf einem Tuch dienten sie den Bestatteten als Bekenntnis ihres Glaubens. Die Analyse ihrer motivischen Gestaltung liefert zugleich Belege für die weitreichenden Beziehungen und Handelswege des frühmittelalterlichen Europas. Somit sind die Kreuze Glaubenszeichen, verdeutlichen aber auch eine frühe Globalisierung von Kulturgütern und Handwerkstechniken.
Online-Vortrag, 7. März 2021, 15 Uhr
Bitte melden Sie sich hierfür bis zum 4. März über unser Buchungssystem unter der Rubrik „Ausstellungen“ oder per Mail an (museum@bo.drs.de).

Dr. Martina Terp-Schunter (Leiterin der vhs Mühlacker und der Museen der Stadt Mühlacker)
„Alles im Fluss – Glaubenswelten im 6. und 7. Jahrhundert“
Die Begriffe »antik«, »germanisch« oder »christlich« bringen das Spannungsfeld zwischen den historischen wie religiösen Einflussgrößen in der Region des Oberen Gäus zum Ausdruck, denn gerade das Frühmittelalter war von mehreren, sich bisweilen überschneidenden oder parallel ausgeübten Glaubensvorstellungen geprägt. Der Glaube definierte sich immer wieder neu: sowohl in seinen gelebten Formen als auch in den daraus resultierenden archäologischen Spuren.
Aufzeichnung (abrufbar ab 15. März 2021).

PD Dr. Lukas Werther (Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters, Abteilung für Archäologie des Mittelalters)
„Vom Acker auf den Tisch – archäologische Forschungsperspektiven auf Landschaft, Landwirtschaft und Ernährung in Südwestdeutschland im Früh- und Hochmittelalter“
Die Entwicklung von Landschaft, Landwirtschaft und Ernährung ist ein zentrales Forschungsfeld der Archäologie des Mittelalters. Doch nicht nur archäologische Quellen, sondern auch Bio- und Geoarchive erlauben vielfältige Einblicke in diesen für den früh- und hochmittelalterlichen Menschen so essentiellen Themenkomplex. Im Vortrag werden zentrale Ergebnisse und Entwicklungen in Südwestdeutschland aufgezeigt, aber auch neue Methoden und Forschungsfragen vorgestellt und in ihrer Relevanz für die Gegenwart beleuchtet.
Online-Vortrag, 11. April 2021, 15 Uhr
Bitte melden Sie sich hierfür über unser Buchungssystem unter der Rubrik „Ausstellungen“ oder per Mail an (museum@bo.drs.de).

Dr. Beate Schmid (Landesamt für Denkmalpflege im RP Stuttgart, Referat 84.2)
„Sülchen – Kirche und Dorf“
Termin und Format werden noch bekannt gegeben.

Dr. Melanie Prange (Leiterin des Diözesanmuseums, Diözesankonservatorin)
Kapellengespräch:
„Bürde oder Bereicherung? Zum Umgang mit kirchlichem Kunsterbe“
Termin wird noch bekannt gegeben.

„Sülchens Schätze“
Andrea Bachmann M.A., Matthias Raidt Dipl.-Theol. / M.A., Jörg Widmann M.A., Matthias Reuter
Ab jetzt online.