POETRY ABEND ZUM STADTJUBILÄUM
Wehwalt Koslovsky. Manch einer nennt ihn „Legende“, manch anderer den „Mozart des Poetry Slams“. Klingt toll. Ist Quatsch. Und spielt auch wirklich keine Rolle.
Fest steht, dass der mittlerweile an der Nordsee gestrandete Bühnendichter aus Düsseldorf den Reim hierzulande wieder salonfähig gemacht hat. Am 20. Juli wird er im Rahmen des 750-jährigen Stadtjubiläums im Diözesanmuseum zu Rottenburg speziell für diesen Anlass verfasste Texte zum Besten geben. Das Motto des Abends lautet: „Drei Römer auf’m Bolzplatz“.
Herzliche Einladung an alle, die das Jubiläum unserer Stadt mitfeiern möchten.
Taube, Fisch und Auto – Ein überraschendes Trio
Wer kennt sie nicht – Aufkleber auf den Heckscheiben oder Kofferraumdeckeln mit allerlei bekannten oder unbekannten Abbildungen. Matthias Raidt hat davon auch welche entdeckt und erforscht deren Aussagen. Welche es sind? Einfach das Video schauen!
Klöster (er)leben in Aufklärung, Säkularisation und Moderne
Zum Auftakt der Erlebniswoche KLOSTERLEBEN laden wir Sie herzlich zum Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Andreas Holzem (Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Tübingen) am Sonntag, 16. Juni um 15 Uhr ein. Der Professor für Kirchengeschichte bietet einen historischen Rückblick zum Selbstverständnis und zur öffentlichen Wahrnehmung von Klöstern in der turbulenten Zeit zwischen Aufklärung, Säkularisation und Moderne.
Die Aufklärung ist für die großen Prälatenklöster des deutschen Südwestens einerseits eine gute Zeit: Engagiert wenden sie sich den neuen Leitwissenschaften zu und leisten Enormes für das höhere Bildungswesen wie für die Volksschule. Andererseits ist die Aufklärung für Klöster eine miserable Zeit: Gezielte öffentliche Herabwürdigung macht das Leben der Ordensleute lächerlich und bereitet die Säkularisation von 1803/06 ideologisch vor. Im 19. Jahrhundert, als der Ultramontanismus ‚Kulturkämpfe‘ auslöst, wird um die Klöster mit aller Schärfe gerungen: für die einen ein Hort des „Jesuitismus“, für die anderen eine neue Form für Bildung und soziales Engagement. Erst in der Zeit der Weimarer Republik verliert sich das Ideologische; Klöster werden zu Zentren eines intellektuellen Katholizismus und Sehnsuchtsorten abseits der Kämpfe um das demokratische Deutschland.
Referent: Prof. Dr. Andreas Holzem (Professor für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen)
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Sprechendes Gold
Sprechendes Gold
Klösterliche Schatzkunst aus Zwiefalten
Die Intervention präsentiert zwei herausragende Stücke aus einem der altehrwürdigsten Kirchenschätze Süddeutschlands – dem Schatz der Benedektinerabtei Zwiefalten. In den Klosterwerkstätten am Fuße der Schwäbischen Alb enstanden schon seit dem hohen Mittelalter Goldschmiedearbeiten vom höchstem künstlerischen Rang, wie die prachtvolle Staurothek aus dem 11. Jahrhundert und ein Reliquienkreuz mit Bergkristallen aus dem 12. Jahrhundert. Der Glanz von Edelsteinen und kostbarem Metall wirft ein Schlaglicht auf die 700-jährige Geschichte dieser Abtei – von den bescheidenen Anfängen bis zur Blüte als Kunst- und Kulturzentrum des Mittelalters.
Die Intervention eröffnet am Samstag, 08. Juni, um 17 Uhr mit einem Rundgang zusammen mit Dr. Melanie Prange. Am Dienstag, 18. Juni, um 15 Uhr gibt es Gelegenheit zu einer weiteren Führung durch die Intervention.
Wildkräuterwerkstatt im Museumsgarten
Im Rahmen der Erlebniswoche KLOSTERLEBEN (16.06.-23.06.2024) widmet sich das Diözesanmuseum der reichen Rottenburger Klostertradition. Im neu angelegten Museumsgarten – dem historischen Ort des ehemaligen Karmelitergartens – haben Sie die Möglichkeit, wilde Kräuter aus der Natur näher kennezulernen.
Süße Köstlichkeiten, eine schnelle erste Hilfe aus der Natur oder eine selbstgemachte Geschenkidee als Mitbringsel – Wildkräuter sind unglaublich vielseitig und können das ganze Jahr über genutzt werden. Im Workshop werden verschiedene Pflanzen und Rezepte vorgestellt und Tipps zum richtigen Sammeln gegeben. Gemeinsam stellen wir verschiedene Produkte zum Mitnehmen her und zaubern u.a. einen Mückenstich-Roll-on aus Spitzwegerich, ein Sommer-Oxymel und eine eigene Teemischung.
Mit der Bitte um verbindliche Voranmeldung; Teilnehmer:innenzahl bis maximal 16 Personen.
Workshopleitung: Theresa Ester-Nacke (Ernährungswissenschaftlerin M.Sc./Heilkräuterexpertin, Tübingen)
Kinderfranziskusfest in Sießen
Kinderfranziskusfest im Kloster Sießen am 01. Mai 2024
Herzlich eingeladen sind alle Kinder bis ca. 13 Jahre und ihre Familien. Groß und klein sind willkommen.
Seit Jahren tummeln sich an diesem Tag auf dem Klosterberg viele Menschen. Wir feiern, spielen und erfahren etwas über das Leben des Hl. Franziskus. Jedes Jahr gibt es allerlei kreative Mitmachangebote, Spiele und ein Theaterstück.
Tagesverlauf
10.30 Uhr Mitmach-Auftakt – 11.00 Uhr Franziskusstationen + Picknick – 12.00 Uhr Spielemarkt mit vielen Möglichkeiten –
15.00 Uhr kreativer Gottesdienst
Bitte mitbringen: Verpflegung für den Tag, Sonnen- und Regenschutz
Wenn Sie Fragen haben oder mehr Informationen brauchen zu Anmeldungen, Mitarbeit, Ablauf, dann melden Sie sich gerne bei:
Jugendhaus Team, Kloster Sießen 3, 88348 Bad Saulgau, Tel. 07581 80-106, e-mail: kinderfranziskusfest[at]klostersiessen[dot]de
oder besuchen Sie die Homepage: www.klostersiessen.de
Quo vadis, Museum?
Warum wird das Diözesanmuseum gerade saniert und umgebaut? Was steht im Fokus der Neukonzeption?
Mit Museumsleiterin Frau Dr. Melanie Prange sprechen wir über Hintergründe, Ziele und Chancen des Bauprojekts.
Mysterium. Ein geistlicher Liederabend
Mit dem Liederabends „Mysterium“ am Sonntag, 17. März, um 18 Uhr legen die Pianistin Doriana Tchakarova und der Bariton Johannes Held die existentiellen Dimensionen romantischer Kompositionen frei.
Nazarener Kunst
In den Kirchen der Diözese Rottenburg-Stuttgart befinden sich eine Vielzahl von Gemälde und Skulpturen, die durch ihren romantischen Stil hervorstechen. Der Kunsthistoriker Sebastian Eckert aus der Fachstelle Kunstinventarisierung beleuchtet am Samstag, 6. April, um 15 Uhr Beweggründe und Ziele, Formensprache und kulturhistorische Brisanz der Künstlerbewegung der Nazarener.
Titelbild: Kreuzwegstation nach Johann Klein, spätes. 19. Jh (Ausschnitt)
Schimmernde Tempel. Klösterliche Schatzkunst im Südwesten
Die Diözesankonservatorin und Leiterin des Diözesanmuseums Dr. Melanie Prange stellt in ihrem Vortrag »Schimmernde Tempel. Klösterliche Schatzkunst des Mittelalters im Südwesten« die Klosterschätze der Abteien Zwiefalten und Reichenau vor. Diese sind zentrale Beispiele für die mittelalterliche Schatzkunst in Südwestdeutschland.
In der Chronik des Mönchs Berthold (1137/38) wird die Kirche des Benediktinerklosters Zwiefalten als schimmernder Tempel bezeichnet. Es werden goldene Kronen, silberne, kristallene und elfenbeinerne Gefäße, Edelsteine und seidene Wandbehänge beschrieben. Mit ihrem reichen Schmuck vergegenwärtigte die Klosterkirche von Zwiefalten den Tempel des Himmlischen Jerusalems. Als himmlischer Abglanz machten die kostbaren Gefäße das sinnlich greifbar, was nicht greifbar ist: die Wirkmacht Gottes und der Heiligen.
Im Jahr der großen Landesausstellung »Welterbe des Mittelalters. 1300 Jahre Klosterinsel Reichenau« nimmt der Vortrag über die Schatzkunst eine Kunstgattung in den Blick, die für die Ausgestaltung der Liturgie, den Glaubenshorizont und das Selbstverständnis der Abteien grundlegend war. Vor dem Hintergrund eines über Jahrhunderte gesammelten Wissens entstanden in den Klöstern Objekte von herausragender Kunstfertigkeit und theologischer Aussagekraft, die bis heute staunen lassen.
Der Vortrag findet im Rahmen der 71. Jahrestagung der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg statt.
Termin: Donnerstag, 27. Juni 2024 um 20 Uhr
Ort: Rottenburger Festhalle
Eintritt frei.









