EinBlick in...

Warum ist in diesem einstigen Altarbild nicht das Christuskind im Zentrum abgebildet?
Dr.in Nadine Niester gibt einen EinBlick in Komposition und Botschaft eines Kunstwerks des Meisters des Riedener Altars.


Beflügelt durch den Advent

Mit einem Rendezvous von Kunst und Musik lassen sich auch die letzten schmuddeligen Novembertage erhellen: Am Wochenende beginnt unsere vorweihnachtliche Konzertreihe „Beflügelt“, die Sie bis in die Adventszeit begleiten wird.

Inmitten unserer Schausammlung  erklingen die Werke alter Meister in neuem Licht. Das erste Konzert am Samstag, 25.11., ist Johann Sebastian Bach gewidmet. Die japanische Pianistin Shoko Hayashizaki entführt auf eine Reise durch das „Italienische Konzert“ und andere zeitlose und beliebte Klavierwerke Bachs wie die „Französischen Suiten“, „Chromatische Fantasie“ und „Fuge BWV 903“.

Am Totensonntag, 26.11., interpretiert das Klavierduo Hayashizaki-Hagemann Johannes Brahms‘ „Ein deutsches Requiem“ in einer bewegenden Fassung für vier Hände.

Die „Winterreise“, Franz Schuberts berühmtester Liedzyklus, entfaltet  am Sonntag, 3.12., seine berückende Wirkung in einer außergewöhnlichen Fassung von Gregor Meyer. Das Klangfarbenspektrum der herausragenden Solisten Johannes Held (Bariton) und Kerstin Mörk (Klavier) wird durch den Kammerchor Stuttgart Vokal unter der Leitung von Karin Oehler erweitert.

Mit dem Akkordeonisten Nepomuk Golding findet die Konzertserie einen stimmungsvollen Abschluss. Sein virtuoses Spiel präsentiert am Samstag, 9.12., Werke zeitgenössischer Komponist:innen und macht alte Werke neu erlebbar.

Am gleichen Tag, um 15 Uhr, findet außerdem ein besonderes Ereignis statt: Ein weihnachtliches Mitmach-Konzert, organisiert in Kooperation mit der Musikschule Rottenburg, verspricht einen inspirierenden Nachmittag für die jüngsten Musikliebhaber:innen.

Alle Konzerte finden von 17 bis 18 Uhr statt, das Kinderkonzert beginnt um 15 Uhr. Der Eintritt zu den Konzerten beträgt 10 Euro, das Kinderkonzert ist kostenfrei.

 


Advent, Advent – warum ein Lichtlein brennt!

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Ein Lichtlein? Oder doch gar 23? Woher kommt der Brauch, vier Kerzen in ein rundes Tannengrün zu stellen und jeden Sonntag eine zu entzünden? Matthias Raidt hat sich auf Spurensuche begeben. In unserer Reihe „Kruzifix!“ liefert er dieses Mal Faszination & Fakten rund um den Adventskranz.


greifbar zart | Finissage mit Filmrallye

Bis Mitte Oktober zeigt unsere Ausstellung „greifbar zart“ die Glas-, Metall- und Alabasterskulpturen der renommierten Berliner Bildhauerin Susanne Roewer. Mit einem hohen Maß an Sinnlichkeit und unbändiger Kraft schafft die Künstlerin Werke, die urweltlich und futuristisch zugleich wirken. Die traumartigen Figuren verbinden drängende politisch-gesellschaftliche Themen mit religiösen und literarischen Bezügen. Mal sind ihre Installationen licht und leicht, von Transparenz und schimmerndem Glanz gekennzeichnet, mal sind sie eisern und schwer, fest am Boden haftend. Sie führen den Betrachtenden eine Welt außerhalb des Alltäglichen vor Augen, in der sich Gegensätze begegnen und aus anorganischer Materie Lebendiges geschaffen wird.

Zur Finissage der Ausstellung am Samstag, den 14. Oktober um 17 Uhr kommt Susanne Roewer noch einmal für einen gemütlichen Abend mit Filmderby nach Rottenburg. Im Museum werden eine Reihe kurzer Filme und Filmschnipsel künstlerischer Natur gezeigt. Vor, zwischen und nach den Filmen ist Zeit für Snacks und ein Glas Wein.

Bildangabe:
Christian Bahrmann, Wolfgang Schilke und Susanne Roewer
Filmstill: Between two cups of coffee
(o. J.)


Reichenauer Künstler:innentage

Vorstellungen von dem, was heilig ist, suchten und suchen immer wieder die Nähe der Kunst-Sprache, um sich zu artikulieren. „Das Heilige“ kann dabei zunächst sehr offen verstanden werden – mit dem Religionssoziologen Hans Joas als das, was in irgendeiner Weise ergreifen kann, was Einzelne oder Gemeinschaften über sich selbst hinaus zu reißen vermag. Und in solchen Erfahrungen der „Selbstentgrenzung oder Selbstübersteigerung“ liegt dann eine „affektive Gewissheit“: eine Gewissheit, in der sich – vorgängig zu jeder Reflexion – eine „Bindungskraft“ entwickelt, „deren Stärke über die alltäglichen Erfahrungen hinausgeht“ (Hans Joas, Die Macht des Heiligen, 2017, S. 434).

Kunst kann von daher so verstanden werden, dass sie einen sinnlichen Zugang zum bleibend unsinnlichen Heiligen eröffnet, im körperlich-stofflichen Sinn evoziert, paradoxerweise das Transzendente darstellt: in seiner Undarstellbarkeit. Kunst, die sich so versteht, ist immer mehr als Anschauungs- bzw. Wahrnehmungsobjekt. Ihre Werke sind wirkmächtige Medien und bringen sich selbst und etwas ANDERES zum Erscheinen. Sie wecken Imagination und Einbildungskraft, die über das Gezeigte hinausgeht, sie konstruieren, vergegenwärtigen, inszenieren und ikonisieren. Das, was so repräsentiert wird, ist dabei präsent und abwesend zugleich: Spuren … traces.

Die Reichenauer Künstler:innentage 2023, die der Kunstverein der Diözese Rottenburg-Stuttgart verantwortet, begeben sich auf Spurensuche im Hören, Sehen, Austausch und Reflektieren. Eine Spurensuche, die wohl mit der Tagung keineswegs zu einem Ziel geführt, aber vielleicht ganz anfänglich eröffnet werden soll. Das Programm zeichnet einen möglichen Horizont einer solchen gemeinsamen Spurensuche und will anregen, sich auf entsprechende Wege einzulassen.

Das Vorbereitungsteam und der Vorstand freuen sich auf das Miteinander in Hersberg. Willkommen heißen wir auch die Mitglieder der Gemeinschaft christlicher Künstler aus der Erzdiözese Freiburg.

Weitere Informationen zu Anmeldung und Programm entnehmen Sie bitte dem beigefügten Flyer.

Bildangabe:
Marie Lienhard
Videostill: gold explosion (Ausschnitt)
© VG Bild-Kunst, Bonn 2023


Das Diözesanmuseum sucht eine Museumsaufsicht (m/w/d)

Für das Diözesanmuseum Rottenburg suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt

eine Museumsaufsicht (m/w/d)

(in Teilzeit 40%, derzeit 15,8 Wochenstunden)

befristet bis 31.07.2024

Das Diözesanmuseum Rottenburg beherbergt sakrale Kunst vom 2. bis 21. Jahrhundert, darunter Werke von europäischem Rang. Neben den Gemälden und Skulpturen des Mittelalters, des Barock und der Moderne, verfügt die Sammlung über herausragende Zeugnisse der Metallkunst, hochwertige Paramente, eine in Umfang und Qualität einzigartige Sammlung von historischen Gläsern, zahlreiche Grafiken, Münzen- und Medaillen sowie vielfältige Zeugnisse der religiösen Volksfrömmigkeit.

 

Ihre Aufgaben sind insbesondere:

  • Aufsicht im Museumsraum
  • Betreuung des Kassenbereichs mit Museumsshop
  • Besucherinformation und Besucherleitung
  • Flexibler Einsatz bei Sonderveranstaltungen (z. B. Getränkeausschank)

Sie bringen mit:

  • Interesse am Kulturbetrieb
  • Zuverlässigkeit
  • Kontakt- und Kommunikationsfreude
  • Teamfähigkeit
  • Flexibilität
  • Fremdsprachenkenntnisse wären von Vorteil
  • Bereitschaft, sich in Kenntnisse zur Sammlung einarbeiten zu lassen

Wir bieten Ihnen ein abwechslungsreiches Tätigkeitsfeld und die im öffentlichen Dienst üblichen Sozialleistungen wie z.B. Zusatzversorgung aus der ZVK. Das Angestelltenverhältnis richtet sich nach der Arbeitsvertragsordnung der Diözese Rottenburg-Stuttgart (AVO-DRS), vergleichbar dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes der Länder (TV-L). Die Eingruppierung erfolgt in Entgeltgruppe 2.

Die Identifikation mit der katholischen Kirche und die Zugehörigkeit zu einer Kirche der christlichen Kirchen (ACK) setzen wir voraus.

Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Ihre Bewerbung richten Sie bitte per Mail/per Post bis zum 31.10.2023 an das Diözesanmuseum Rottenburg, Karmeliterstraße 9, 72108 Rottenburg. Ihre Ansprechpartnerin ist Frau Dr. Melanie Prange, Telefon 07472/ 922-181, E-Mail mprange@bo.drs.de. Für Fragen zum Arbeitsrecht steht Ihnen Frau Birgit Saile-Leins, Telefon 07472/169-650, E-Mail  bisaileleins@bo.drs.de  zur Verfügung.


Sommerferienprogramm der Stadt Rottenburg

Drachenblut und Purpurschnecke, Tintenstein und Hühnerei - Malen wie im Mittelalter

Wir machen einen Ausflug in die spannende Welt des Mittelalters und erkunden die Gemälde des Diözesanmuseums.

Dabei lernen wir allerlei seltsame Geschichten, Farben und Materialien kennen. Im Anschluss bauen wir einen Keilrahmen aus Holz und Leinwand und stellen unsere eigene Farben her, – natürlich darf damit auch gemalt werden.

Für Kinder 8-10 Jahre

Wann: Samstag, 05. August 2023, 11.00 – 14.00 Uhr

Treffpunkt: Diözesanmuseum Rottenburg,

Wir „schnuppern“ durch das Museum und gehen im Anschluss gemeinsam in die KunstGasse: dort können alle Kinder auch abgeholt werden. Den Eingang zu unserer KunstGasse findet Ihr direkt links neben der Theo-Buchhandlung (Karmeliterstr.2, Rottenburg).

Kosten: Eintritt ins Museum frei. Materialbeitrag: 6 Euro pro Person.

Bitte mitbringen: Ein Vesper und etwas zu trinken.Kleidung, die schmutzig werden darf.

Aktuell sind noch wenige Plätze frei.

Meldet Euch gerne im Museum, wenn Ihr Lust auf ein kleines Abendteuer mit Pinsel und Farbe habt. Wir freuen uns auf Euch!

 


Mariendarstellungen im Laufe der Geschichte

Sternenkranz, Schutzmantel, Brustpanzer - Mariendarstellungen im Laufe der Geschichte

Was verbirgt sich hinter der Maria in St. Michael in Tübingen? 

In St. Michael gibt es schon seit einiger Zeit Überlegungen, um die Marienfigur in der Kirche zu ersetzen – nach Überzeugung einiger handelt es sich nämlich um keine Mariendarstellung. Damit die Gemeinde und der Kirchengemeinderat sich selbst ein Bild machen können, wird Dr. Melanie Prange, Diözesankonservatorin und Leiterin des Diözesanmuseums Rottenburg, über Mariendarstellungen im Laufe der Geschichte und die Zusammenhänge mit dem Frauenbild der jeweiligen Zeit berichten.

 

Ort: Gemeindehaus St. Michael

Datum: 13. Juni 2023, 19.15 Uhr

 

Foto: Madonna mit Krone und Zepter, 2. Hälfte 18. Jahrhundert, Hohenheim, St. Antonius, © Diözesanmuseum, Fachstelle Kunstinventarisierung

 


greifbar zart – Vernissage mit Poetry Slam

Eine Welt voller Poesie

Der Garten und die Ausstellungsräume des Diözesanmuseums werden diesen Sommer zum Schauplatz kühner Kontraste und überraschender Begegnungen.  Von zerbrechlichen Glasblasen, die auf rauen Alabasteroberflächen haften, bis hin zu Bronzefiguren, die sanfte Zartheit ausstrahlen – in den Werken von Susanne Roewer finden unterschiedlichste, scheinbar unvereinbare Materialen zu einer poetischen Einheit zusammen. Die Ausstellung greifbar zart (8. Juli – 14. Oktober 2023) zeigt in Rottenburg Skulpturen und Installationen der Berliner Bildhauerin, die den Regeln der Schwerkraft trotzen und die Betrachtende durch ihre Anmut und kraftvolle Fragilität bezaubern.

Herzliche Einladung zur Eröffnung der Ausstellung mit Poetry Slam am Samstag, 8. Juli, 18 Uhr!

Poetry Slam ist performte Bühnenliteratur. Im Garten des Museums und Priesterseminars treffen unterschiedliche Poet:innen aus ganz Deutschland aufeinander. Ein Feuerwerk aus Lyrik und Prosa, mal laut, mal leise vorgetragen. Und wer den Abend gewinnt, entscheidet wie immer das Publikum.

Moderiert wird der Abend von Asli Kücük, Landestheater Tübingen, und Wehwalt Koslovsky, Poetry Slam-Pionier und Weltmeister. Seit 1994 stand Koslovski über 2500 mal auf Bühnen in Europa, den USA und Japan. Er lebt und arbeitet als freier Bühnendichter, Rezitator, Literaturveranstalter, Vortragsreisender, Sprach- & Sprech-Coach und Kunsterzieher in Berlin.


Schöpfungsmythen in Bewegung

Für alle, die es nicht miterleben konnten oder nochmal erleben möchten – die Performance „Von unseren Anfängen erzählen. Schöpfungsmythen in Wort, Musik und Tanz“ mit Felix Grützner (Tanz) , Patrick Bebelaar (Klavier) und Julia Hölzgen (Sprechkünstlerin) ist jetzt auf YouTube: