Vergoldungsworkshop für Familien

Im Rahmen der Erlebniswoche KLOSTERLEBEN (16.06.-23.06.2024) widmet sich das Diözesanmuseum der reichen Rottenburger Klostertradition. Gewänder und Heiligenscheine von Figuren bekamen in den mittelalterlichen Klosterwerkstätten durch einen Überzug mit Blattgold den Glanz des Besonderen. In diesem Workshop zeigen wir, wie diese alte Technik funktioniert und vergolden unsere mitgebrachten Schätze.

Wer gerade kein Klosterwappen zur Hand hat, kann ein Lieblingsobjekt verzieren oder bekommt eine goldene Nase…

Mit Hans-Joachim Bleier (Feinschmied und Metallrestaurator, Rottenburg)

Für Kinder (ab 7 Jahre) und Familien

Bitte mitbringen: Ein kleines Objekt, das verschönert und vergoldet werden soll (z.B. eine Tasse), sowie ein kleines Vesper und etwas zu trinken


Kreuzweg-Stationen – Künstlergespräch mit Bernard Langerock

Der Fotograf Bernard Langerock hat aus seiner umfangreichen Fotoserie “Kreuzphänomene” 15 Arbeiten ausgewählt und sie zu Kreuzwegstationen zusammengestellt. Dr. Kurt-Peter Gertz, Theologe und Kunsthistoriker, setzt sich in seinen Texten assoziativ mit dem Ergebnis dieser Arbeit, einer in der Kunstwelt seltenen Darstellungsform des Kreuzweges, auseinander.

Durch die offene Kombination von Bild und Wort wird den Betrachtenden die Möglichkeit gegeben, eigene Vorstellungen und Gedanken zu entwickeln und sich meditativ in die Fotografien zu vertiefen.

Die Darstellung des Kreuzwegs geht auf die „Via dolorosa“, den historischen Leidensweg Jesu von der Verurteilung bis zur Kreuzigung auf dem Kalvarienberg in Jerusalem zurück.

Der Künstler spricht mit Dr. Melanie Prange über die ausgestellten Arbeiten und den Kreuzweg in der Kunst- und Frömmigkeitsgeschichte.

Bernard Langerock, Fotokünstler
Dr. Melanie Prange, Leiterin Diözesanmuseum Rottenburg, Diözesankonservatorin

Donnerstag, 04.04.24, 19:00 – 20:30 Uhr
Haus der Katholischen Kirche, Stuttgart
Eintritt frei

Die Anmeldung erfolgt über die Homepage des Katholischen Bildungswerks Stuttgart:
Anmeldung „Kreuzweg-Stationen – Künstlergespräch mit Bernard Langerock“

Weitere Informationen zur Ausstellung „Kreuzweg-Stationen“ auf der Homepage des Katholischen Bildungswerks Stuttgart:
https://www.kbw-stuttgart.de/veranstaltungen/290224-kreuzweg-stationen/


An der Schwelle zur Renaissance

Mit Melanie Prange, Leiterin des Diözesanmuseums, begeben wir uns am Donnerstag, 18. April, um 15 Uhr auf einen Rundgang, der die künstlerischen Innovationen und die Veränderung der Bildsprache zwischen Spätmittelalter und Renaissance ins Blickfeld rückt. Unter den Highlights der Führung sind auch Gemälde des „Dürer-Schülers“ Hans Süß von Kulmbach (1482-1522) und des Augsburger Malers Thoman Burgkmair, Vater des Renaissance-Genies Hans Burgkmair (1473-1531) und selbst einer der führenden Meister des 16. Jahrhunderts.


Schöpfungsmythen | Konzert mit Tanz

Am Sonntag, 14. Mai um 17 Uhr lädt das Diözesanmuseum dazu ein, Schöpfungsmythen in Text, Wort und Tanz zu erleben. Die Schöpfungsmythen der großen Weltreligionen erzählen ebenso wie die Schöpfungstexte aus der Kabbala, der Gegenwartsliteratur und den Naturwissenschaften von den Anfängen menschlichen Lebens. Diese Texte überführt der Lebenstänzer Felix Grützner in Bewegung, am Klavier begleitet von Patrick Bebelaar. Den sprachlichen Rahmen fasst die Sprechkünstlerin Jule Hölzgen (Akademie für gesprochenes Wort https://gesprochenes-wort.de/ ).


Das Diözesanmuseum sucht eine Museumsaufsicht (m/w/d)

Für das Diözesanmuseum Rottenburg suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt

eine Museumsaufsicht (m/w/d)

(in Teilzeit 40%, derzeit 15,8 Wochenstunden)

befristet bis 31.07.2024

Das Diözesanmuseum Rottenburg beherbergt sakrale Kunst vom 2. bis 21. Jahrhundert, darunter Werke von europäischem Rang. Neben den Gemälden und Skulpturen des Mittelalters, des Barock und der Moderne, verfügt die Sammlung über herausragende Zeugnisse der Metallkunst, hochwertige Paramente, eine in Umfang und Qualität einzigartige Sammlung von historischen Gläsern, zahlreiche Grafiken, Münzen- und Medaillen sowie vielfältige Zeugnisse der religiösen Volksfrömmigkeit.

 

Ihre Aufgaben sind insbesondere:

  • Aufsicht im Museumsraum
  • Betreuung des Kassenbereichs mit Museumsshop
  • Besucherinformation und Besucherleitung
  • Flexibler Einsatz bei Sonderveranstaltungen (z. B. Getränkeausschank)

Sie bringen mit:

  • Interesse am Kulturbetrieb
  • Zuverlässigkeit
  • Kontakt- und Kommunikationsfreude
  • Teamfähigkeit
  • Flexibilität
  • Fremdsprachenkenntnisse wären von Vorteil
  • Bereitschaft, sich in Kenntnisse zur Sammlung einarbeiten zu lassen

Wir bieten Ihnen ein abwechslungsreiches Tätigkeitsfeld und die im öffentlichen Dienst üblichen Sozialleistungen wie z.B. Zusatzversorgung aus der ZVK. Das Angestelltenverhältnis richtet sich nach der Arbeitsvertragsordnung der Diözese Rottenburg-Stuttgart (AVO-DRS), vergleichbar dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes der Länder (TV-L). Die Eingruppierung erfolgt in Entgeltgruppe 2.

Die Identifikation mit der katholischen Kirche und die Zugehörigkeit zu einer Kirche der christlichen Kirchen (ACK) setzen wir voraus.

Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Ihre Bewerbung richten Sie bitte per Mail/per Post bis zum 31.10.2023 an das Diözesanmuseum Rottenburg, Karmeliterstraße 9, 72108 Rottenburg. Ihre Ansprechpartnerin ist Frau Dr. Melanie Prange, Telefon 07472/ 922-181, E-Mail mprange@bo.drs.de. Für Fragen zum Arbeitsrecht steht Ihnen Frau Birgit Saile-Leins, Telefon 07472/169-650, E-Mail  bisaileleins@bo.drs.de  zur Verfügung.


greifbar zart | Finissage mit Filmrallye

Bis Mitte Oktober zeigt unsere Ausstellung „greifbar zart“ die Glas-, Metall- und Alabasterskulpturen der renommierten Berliner Bildhauerin Susanne Roewer. Mit einem hohen Maß an Sinnlichkeit und unbändiger Kraft schafft die Künstlerin Werke, die urweltlich und futuristisch zugleich wirken. Die traumartigen Figuren verbinden drängende politisch-gesellschaftliche Themen mit religiösen und literarischen Bezügen. Mal sind ihre Installationen licht und leicht, von Transparenz und schimmerndem Glanz gekennzeichnet, mal sind sie eisern und schwer, fest am Boden haftend. Sie führen den Betrachtenden eine Welt außerhalb des Alltäglichen vor Augen, in der sich Gegensätze begegnen und aus anorganischer Materie Lebendiges geschaffen wird.

Zur Finissage der Ausstellung am Samstag, den 14. Oktober um 17 Uhr kommt Susanne Roewer noch einmal für einen gemütlichen Abend mit Filmderby nach Rottenburg. Im Museum werden eine Reihe kurzer Filme und Filmschnipsel künstlerischer Natur gezeigt. Vor, zwischen und nach den Filmen ist Zeit für Snacks und ein Glas Wein.

Bildangabe:
Christian Bahrmann, Wolfgang Schilke und Susanne Roewer
Filmstill: Between two cups of coffee
(o. J.)


Reichenauer Künstler:innentage

Vorstellungen von dem, was heilig ist, suchten und suchen immer wieder die Nähe der Kunst-Sprache, um sich zu artikulieren. „Das Heilige“ kann dabei zunächst sehr offen verstanden werden – mit dem Religionssoziologen Hans Joas als das, was in irgendeiner Weise ergreifen kann, was Einzelne oder Gemeinschaften über sich selbst hinaus zu reißen vermag. Und in solchen Erfahrungen der „Selbstentgrenzung oder Selbstübersteigerung“ liegt dann eine „affektive Gewissheit“: eine Gewissheit, in der sich – vorgängig zu jeder Reflexion – eine „Bindungskraft“ entwickelt, „deren Stärke über die alltäglichen Erfahrungen hinausgeht“ (Hans Joas, Die Macht des Heiligen, 2017, S. 434).

Kunst kann von daher so verstanden werden, dass sie einen sinnlichen Zugang zum bleibend unsinnlichen Heiligen eröffnet, im körperlich-stofflichen Sinn evoziert, paradoxerweise das Transzendente darstellt: in seiner Undarstellbarkeit. Kunst, die sich so versteht, ist immer mehr als Anschauungs- bzw. Wahrnehmungsobjekt. Ihre Werke sind wirkmächtige Medien und bringen sich selbst und etwas ANDERES zum Erscheinen. Sie wecken Imagination und Einbildungskraft, die über das Gezeigte hinausgeht, sie konstruieren, vergegenwärtigen, inszenieren und ikonisieren. Das, was so repräsentiert wird, ist dabei präsent und abwesend zugleich: Spuren … traces.

Die Reichenauer Künstler:innentage 2023, die der Kunstverein der Diözese Rottenburg-Stuttgart verantwortet, begeben sich auf Spurensuche im Hören, Sehen, Austausch und Reflektieren. Eine Spurensuche, die wohl mit der Tagung keineswegs zu einem Ziel geführt, aber vielleicht ganz anfänglich eröffnet werden soll. Das Programm zeichnet einen möglichen Horizont einer solchen gemeinsamen Spurensuche und will anregen, sich auf entsprechende Wege einzulassen.

Das Vorbereitungsteam und der Vorstand freuen sich auf das Miteinander in Hersberg. Willkommen heißen wir auch die Mitglieder der Gemeinschaft christlicher Künstler aus der Erzdiözese Freiburg.

Weitere Informationen zu Anmeldung und Programm entnehmen Sie bitte dem beigefügten Flyer.

Bildangabe:
Marie Lienhard
Videostill: gold explosion (Ausschnitt)
© VG Bild-Kunst, Bonn 2023


Katholikentag 2022

Katholikentag 2022

Das Team des Diözesanmuseums blickt auf einen ereignisreichen, interessanten und bunten Katholikentag zurück. Insgesamt zwei Ausstellungen und acht Kulturveranstaltungen konnte das Museum ausrichten, das drüber hinaus auch mit einem eigenen Stand im Stadtgarten vertreten war. Die Resonanz war durchweg positiv! Die Vernissage in St. Maria, bei der die Preisträger des Kunstwettbewerbs „Vulnerable“ durch Bischof Fürst ausgezeichnet wurden, die Fotoausstellung „Nebenan“ in St. Agnes sowie die vielfältigen künstlerischen und musikalischen Angebote in der Stadt, stießen auf großes Interesse. Die Veranstaltungen regten zum Austausch und Nachdenken an, luden aber auch zum Feiern und Staunen ein. Wir danken allen Kooperationspartner:innen und den zahlreichen Künstler:innen für ihr Engagement und die gute Zusammenarbeit, die den Katholikentag auch für die Kunst und die Kultur zu einem Erfolg gemacht haben!


Vernissage „Vulnerable“

Die Sonderausstellung „Vulnerable“ geht in die nächste Runde: am vergangenen Sonntag, 19.06., wurde nach St. Maria nun der zweite Teil der Ausstellung feierlich im Diözesanmuseum eröffnet! Nach einem vielseitigen Programm – mit musikalischer Umrahmung von Anna Ohlmann – konnten sich die Gäste von den Gewinnerbeiträgen des Kunstwettbewerbs (darunter auch die drei Hauptpreisträger) ein erstes Bild machen. Für das rege Interesse und den anregenden Austausch bedankt sich das Team des Diözesanmuseums ganz herzlich!


Diözesanmuseum Rottenburg
Karmeliterstraße 9
D – 72108 Rottenburg am Neckar
+49 (0) 7472 922-180 und -182
museum@bo.drs.de

Öffnungszeiten
Di.–Fr. 14–17 Uhr
Sa., So. + Feiertag 11–17 Uhr